Hallo!
Ich bin weiblich, XX Jahre alt und im Haushalt tätig. Bin verheiratet und unser erwachsener Sohn und ein Hund leben bei uns.
Mir geht es hier wohl wie vielen, man weiß gar nicht, wie und wo man eigentlich beginnen soll. Nur so wie mein Leben zur Zeit verläuft, ist es einfach nicht mehr tragbar für mich (und meine Familie). Ich sitze in einem Loch und befinde mich in einer Spirale, die von Traurigkeit, Pessimismus, Nachgrübeln, Ängsten und Sorgen geprägt ist. Der Vollständigkeit halber möchte ich auch erwähnen, dass ich schon sehr viele Jahre COPD (chronische obstruktive Bronchitis) mit sehr viel Husten und zeitweiliger Atemnot leide, wo sich die Symptome natürlich (Gott sei Dank bei mir relativ langsam) verschlimmern.
Ich weiß einfach nicht mehr, wie ich damit umgehen soll und wie ich das in den Griff bekommen soll. Es sind ja „reale“ Dinge, die mir Angst machen und die ich ja leider nicht aus der Welt schaffen kann. In der Familie stoße ich damit ziemlich auf Unverständnis, weil man der Meinung ist, dass ich (immer) übertreibe. Das verursacht dann bei mir wieder ziemlichen Ärger, aber auch das Gefühl, alleine gelassen zu werden. Und solche Gespräche, in denen ich dann leider verbissen noch viele andere negativ behaftende Themen hervorhole, führen immer mehr zu heftigem Streit.
Auch gibt es noch genug andere Probleme, die mir zu schaffen machen. Es zeichnet sich ja schon die letzten 2 – 3 Jahre ab.
Es ist natürlich einerseits mein COPD und den Einschränkungen, die mir zu schaffen machen und natürlich meine Husterei, die mir natürlich peinlich ist, weil einem dann alle immer anschauen. Obwohl ich die Krankheit ja jetzt schon viel besser akzeptiere als früher, aber dafür hab ich in mancherlei Hinsicht auch irgendwie resigniert.
Auch ist es das älter werden mit dem ich nicht klar komme. Nicht wegen dem Aussehen, sondern wegen all der negativen Veränderungen, die es mit sich bringt (positive gibt’s ja keine, zumindest wüsste ich keine). Und ich hänge immer mehr an all dem, was „früher“ war. Ich komme immer weniger mit Veränderungen klar und ich bin traurig, wenn ich an die Zeiten zurückdenke, wo noch alles, oder vieles in Ordnung war und weil es das jetzt nicht mehr gibt und nicht wieder kommen werden. Dabei wünsche ich mir einfach doch nur ein Leben, ohne diese ständigen Ängste, Sorgen und Probleme.
Ganz einfach ein "normales" Leben!
Ich habe mich nach und nach immer mehr zurückgezogen, habe sogar ein paar Hobbies aufgegeben, kriege immer weniger meinen Haushalt hin, achte kaum auf mein Äußeres, weil ich ohnehin fast nur zu Hause bin. Ich kann immer weniger Entscheidungen treffen, weil ich nie weiß, was das richtige ist und ich grüble ständig über alles hin und her. Ich bin dann so aufgewühlt, dass ich nur nervös hin und her renne und klar denken kann ich dann auch nicht mehr. Angst ist etwas Schreckliches. Mir kommt direkt vor, sie tut sogar weh.
Ich sehe nur alles negativ, weil ich eben nichts Positives finden kann und weil bei uns wirklich immer „irgendwas ist“, das nicht klappt, nicht funktioniert oder eben nicht so eintrifft, wie man es sich gewünscht hätte. Mich macht das alles schon so fertig.
Vor ca. 15 Jahren war ich schon mal wegen Depressionen und Ängsten in Psychotherapie und nahm damals auch Antidepressiva und ich hatte nun so viele Jahre Ruhe deswegen.
Im Dezember war ich bei einem Neurologen, der mir Trittico verschrieb. Sie helfen leider nicht gegen die Ängste und meine große Unruhe und die Spannungen, die ich unter Tag habe. Schlafen tu ich gut damit. Aber leider komme ich nun Vormittags noch schlechter in die Gänge, wie ich es schon wegen meiner COPD tue und bin dann immer sehr müde. Leider muss ich mir aber einen anderen Neurologen suchen, weil mir da was blödes passiert ist (eines meiner Dinge, die nicht geklappt haben) und ich nun nicht mehr zu ihm hingehen will.
Aber ich weiß, dass ich irgendwas machen muss. Schließlich gehts hier nicht mehr nur um mich, sondern ich ziege ja die ganze Familie mit hinein. Bei uns ist wirklich keiner mehr glücklich. An manchen Tagen könnt ich fast druchdrehen wegen all dem und an anderen möchte ich am liebsten gar nicht aufstehen, um gar nichts von all dem mitzubekommen.
Nur hab ichs einfach noch nicht geschafft, irgendwo anzurufen (ich hasse wegen meiner Husterei telefonieren). Ich hätte da den Psychosozialen Dienst Wien im Auge, denn eine private Therapie ist nicht drinnen. Nur hab ich hier irgendwo gelesen, dass die auch nicht so toll ist. Hat hier sonst noch jemand Erfahrungen damit?
Leider habe ich auch sonst niemanden, mit dem ich mal darüber reden könnte. Wirkliche Freunde hab ich eigentlich nicht. Aber wie denn auch, wenn man sich immer mehr zurückzieht?
Es ist mir natürlich durchaus klar, dass mir hier niemand wirklich helfen kann, meine Probleme in den Griff zu bekommen, aber es tut schon mal gut, wenn man sich einfach nur einmal "mitteilt".
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Ängste und Probleme haben mich fest im Griff
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Hallo Nightowl
Eine Psychotherapie wäre in Deiner Situation sicher das Beste, da könntest Du das alles aufarbeiten. Ich habe ja auch körperliche Symptome (Schmerzkrankheit) und muss auch immer wieder Rücksicht auf meine Einschränkungen einfordern. Es ist nicht leicht mit dieser ständigen Erschöpfung. Da kann ich Dich gut verstehen. Tut mir Leid, dass Deine Famlie da so wenig Verständnis zeigt. Das hast Du nicht verdient!
Ich habe meinen Therapeuten per E-Mail angeschrieben, direkt bei einer Psychosomatik-Klinik. Du könntest das ja auch schriftlich machen wegen dem Hustenproblem. Dasselbe wegen dem Neurologen, wobei es evtl. noch bedenkenswert wäre, ob Du das nicht irgendwie wieder in Ordnung bringen könntest. Da sollte eigentlich ärztliches Verständnis bestehen, da Du nicht gesund bist.
Eröffne doch einen Blog hier im Forum, so wie viele, das Schreiben tut gut! Da werden bestimmt auch ein paar Leutz antworten.
Eine Psychotherapie wäre in Deiner Situation sicher das Beste, da könntest Du das alles aufarbeiten. Ich habe ja auch körperliche Symptome (Schmerzkrankheit) und muss auch immer wieder Rücksicht auf meine Einschränkungen einfordern. Es ist nicht leicht mit dieser ständigen Erschöpfung. Da kann ich Dich gut verstehen. Tut mir Leid, dass Deine Famlie da so wenig Verständnis zeigt. Das hast Du nicht verdient!
Ich habe meinen Therapeuten per E-Mail angeschrieben, direkt bei einer Psychosomatik-Klinik. Du könntest das ja auch schriftlich machen wegen dem Hustenproblem. Dasselbe wegen dem Neurologen, wobei es evtl. noch bedenkenswert wäre, ob Du das nicht irgendwie wieder in Ordnung bringen könntest. Da sollte eigentlich ärztliches Verständnis bestehen, da Du nicht gesund bist.
Eröffne doch einen Blog hier im Forum, so wie viele, das Schreiben tut gut! Da werden bestimmt auch ein paar Leutz antworten.
Lieben Gruß
elana
inaktiv, siehe Link in meinem Profil
elana
inaktiv, siehe Link in meinem Profil
Liebe Elana,
vielen Dank für Deine Antwort. Tut mir leid zu lesen, dass Du auch mit Schmerzen und Einschränkungen zu kämpfen hast. Es ist leider immer etwas schwer, anderen begreiflich zu machen, wenn es einem nicht gut geht, überhaupt wenn so manches von Außen nicht so ersichtlich ist.
Ich wollte aber meine Familie nun nicht als "böse" oder als ganz "ohne Verständnis" wirken lassen. So ist es ja nicht. Ich hab nur leider oft so das Gefühl, dass sie mir nicht immer glauben, wenn ich sage, ich kann das jetzt nicht, eben weil es, wie schon vorhin beschrieben, oft nicht von Außen erkennbar ist. Und wenn ich es erklären will, wird es halt oft als Jammern betrachtet. Somit kann ich nun auch verstehen, dass sie das oft nervt.
Natürlich sollte es möglich sein, das mit dem Arzt wieder in Ordnung zu bringen. Im Normalfall hatte ich auch mit solchen Dingen kein Problem, aber momentan kann ich mich zu so etwas nicht wirklich aufraffen oder überwinden.
Ich denke auch, dass ich wegen meiner jetztigen Situation was unternehmen muss. Wie schon erwähnt, hätte ich ja mal als erste Anlaufstelle diesen Psychosozialen Dienst in Erwägung gezogen. Nur konnte ich mich halt dazu bis jetzt auch noch nicht überwinden. Das ist ja leider auch eines meiner jetzigen Probleme, dass ich mich nicht oder nur schwer dazu überwinden kann.
Ich komme mir irgendwie momentan vor, wie ein kleines Kind, das darauf wartet, dass mich meine Mama an der Hand nimmt und mit mir wohin geht, wo man mir helfen kann.
Das mit dem Blog werde ich mir auch noch überlegen. Ich führe selber ja sowieso einen Blog, aber da schreibe ich nicht so direkt über meine Probleme. Ich mag das auch, obwohl ich selber ja gar nicht so viel schreibe. Aber ich lese gerne auch in den Blogs der anderen, die bei mir mitlesen. Dadurch nimmt das oft schon eine Menge Zeit in Anspruch - mitlesen, Kommentare schreiben, Kommentare die man sebst bekommt beantworten usw. Und wenn ich hier jetzt auch noch einen schreibe, weiß ich nicht, ob ich das dann zeitmäßig hinkriege. Aber mal sehen. Ich werde mich da mal ein bisschen umschauen.
LG nightowl
vielen Dank für Deine Antwort. Tut mir leid zu lesen, dass Du auch mit Schmerzen und Einschränkungen zu kämpfen hast. Es ist leider immer etwas schwer, anderen begreiflich zu machen, wenn es einem nicht gut geht, überhaupt wenn so manches von Außen nicht so ersichtlich ist.
Ich wollte aber meine Familie nun nicht als "böse" oder als ganz "ohne Verständnis" wirken lassen. So ist es ja nicht. Ich hab nur leider oft so das Gefühl, dass sie mir nicht immer glauben, wenn ich sage, ich kann das jetzt nicht, eben weil es, wie schon vorhin beschrieben, oft nicht von Außen erkennbar ist. Und wenn ich es erklären will, wird es halt oft als Jammern betrachtet. Somit kann ich nun auch verstehen, dass sie das oft nervt.
Natürlich sollte es möglich sein, das mit dem Arzt wieder in Ordnung zu bringen. Im Normalfall hatte ich auch mit solchen Dingen kein Problem, aber momentan kann ich mich zu so etwas nicht wirklich aufraffen oder überwinden.
Ich denke auch, dass ich wegen meiner jetztigen Situation was unternehmen muss. Wie schon erwähnt, hätte ich ja mal als erste Anlaufstelle diesen Psychosozialen Dienst in Erwägung gezogen. Nur konnte ich mich halt dazu bis jetzt auch noch nicht überwinden. Das ist ja leider auch eines meiner jetzigen Probleme, dass ich mich nicht oder nur schwer dazu überwinden kann.
Ich komme mir irgendwie momentan vor, wie ein kleines Kind, das darauf wartet, dass mich meine Mama an der Hand nimmt und mit mir wohin geht, wo man mir helfen kann.
Das mit dem Blog werde ich mir auch noch überlegen. Ich führe selber ja sowieso einen Blog, aber da schreibe ich nicht so direkt über meine Probleme. Ich mag das auch, obwohl ich selber ja gar nicht so viel schreibe. Aber ich lese gerne auch in den Blogs der anderen, die bei mir mitlesen. Dadurch nimmt das oft schon eine Menge Zeit in Anspruch - mitlesen, Kommentare schreiben, Kommentare die man sebst bekommt beantworten usw. Und wenn ich hier jetzt auch noch einen schreibe, weiß ich nicht, ob ich das dann zeitmäßig hinkriege. Aber mal sehen. Ich werde mich da mal ein bisschen umschauen.
LG nightowl
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