Therapie destabilisiert zunehmend – Passungsproblem?
Sehe ich auch so, Montana. Sie sollte zumindest mal erklären, warum sie nicht reagiert.
Vielleicht ist sie wie eine andere Therapeutin von mir, die mir antwortete "Hören sie auf sich mit mir und meinem Verhalten zu beschäftigen und bleiben sie bei sich. Was macht das mit Ihnen? Woran erinnert Sie mein Verhalten?, ..."
Es ist zuweilen nicht einfach zu erahnen, was im Kopf eines Therapeuten vor sich geht.
Deshalb denke ich heute: Die wichtigste Frage ist: Tut mir das gut? Hilft mir das? Verbessern sich durch die Therapie meine Symptome?
Vielleicht ist sie wie eine andere Therapeutin von mir, die mir antwortete "Hören sie auf sich mit mir und meinem Verhalten zu beschäftigen und bleiben sie bei sich. Was macht das mit Ihnen? Woran erinnert Sie mein Verhalten?, ..."
Es ist zuweilen nicht einfach zu erahnen, was im Kopf eines Therapeuten vor sich geht.
Deshalb denke ich heute: Die wichtigste Frage ist: Tut mir das gut? Hilft mir das? Verbessern sich durch die Therapie meine Symptome?
Lerne aus der Vergangenheit, aber mache sie nicht zu deinem Leben. Wut festhalten ist wie Gift trinken und darauf warten, dass der Andere stirbt. Das Gegenstück zum äußeren Lärm ist der innere Lärm des Denkens.
- Werbung
-
chrysokoll
- [nicht mehr wegzudenken]
![[nicht mehr wegzudenken] [nicht mehr wegzudenken]](./images/ranks/rank_phpbb_5.gif)
, 45 - Beiträge: 4526
Ganz genau so sehe ich das auch!
Ich habe einen Anspruch darauf als Patienten, dass mir die Methode erklärt wird und Fragen beantwortet werden - also Fragen zur Vorgehensweise, zur Methode, zu Gründen, Hintergründen. Es geht schließlich um mich!
Und ich muss da nicht raten oder leiden oder mir das irgendwie selber anlesen oder Vermutungen anstellen. Ein Therapeut der da nicht offen kommuniziert ist nicht der Richtige für mich.
Ich darf auch kritische Fragen stellen! Und ich kann jedem nur empfehlen das zu tun!
Und ja, die zentrale Frage ist immer: Tut mir das alles gut, die Methode, die Vorgehensweise, die Art des Therapeuten?
Natürlich ist Therapie nicht immer einfach, aber darum geht es nicht. Nicht jede Methode ist für jeden geeignet und nicht jeder Therapeut ist für jeden Patienten geeignet. Manche sind auch einfach schlecht oder schlecht für die Art der Thematik.
Ich komme z.B. überhaupt nicht mit reinem "spiegeln" zurecht und damit dass ich nur auf mich zurückgeworfen werden. Ich brauche reale Antworten und einen realen Menschen.
Ich habe einen Anspruch darauf als Patienten, dass mir die Methode erklärt wird und Fragen beantwortet werden - also Fragen zur Vorgehensweise, zur Methode, zu Gründen, Hintergründen. Es geht schließlich um mich!
Und ich muss da nicht raten oder leiden oder mir das irgendwie selber anlesen oder Vermutungen anstellen. Ein Therapeut der da nicht offen kommuniziert ist nicht der Richtige für mich.
Ich darf auch kritische Fragen stellen! Und ich kann jedem nur empfehlen das zu tun!
Und ja, die zentrale Frage ist immer: Tut mir das alles gut, die Methode, die Vorgehensweise, die Art des Therapeuten?
Natürlich ist Therapie nicht immer einfach, aber darum geht es nicht. Nicht jede Methode ist für jeden geeignet und nicht jeder Therapeut ist für jeden Patienten geeignet. Manche sind auch einfach schlecht oder schlecht für die Art der Thematik.
Ich komme z.B. überhaupt nicht mit reinem "spiegeln" zurecht und damit dass ich nur auf mich zurückgeworfen werden. Ich brauche reale Antworten und einen realen Menschen.
Ich auch. Wären alle Antworten in mir zu finden, dann hätte ich sie schon. Im Nachdenken und Reflektieren bin ich gut. Mein Therapeut stellt sich als "Anschauungsobjekt" zur Verfügung. Das erweitert die Möglichkeiten enorm.chrysokoll hat geschrieben: Fr., 19.12.2025, 13:00 Ich komme z.B. überhaupt nicht mit reinem "spiegeln" zurecht und damit dass ich nur auf mich zurückgeworfen werden. Ich brauche reale Antworten und einen realen Menschen.
Diese Trennung finde ich unnatürlich und unsinnig.Jenny Doe hat geschrieben: Fr., 19.12.2025, 12:38 Vielleicht ist sie wie eine andere Therapeutin von mir, die mir antwortete "Hören sie auf sich mit mir und meinem Verhalten zu beschäftigen und bleiben sie bei sich. Was macht das mit Ihnen? Woran erinnert Sie mein Verhalten?, ..."
Ich beschäftige mich ständig mit dem Verhalten meines Therapeuten und das macht enorm viel Sinn, weil ich das auch mit anderen Menschen in meiner Umgebung so mache. Und ich kann erklären warum ich das tue und warum ich das niemals unterlassen kann und werde. Und warum ich das auch nicht schlimm sondern nützlich finde.
- Werbung
-
chrysokoll
- [nicht mehr wegzudenken]
![[nicht mehr wegzudenken] [nicht mehr wegzudenken]](./images/ranks/rank_phpbb_5.gif)
, 45 - Beiträge: 4526
genau so!Montana hat geschrieben: Fr., 19.12.2025, 14:38 Mein Therapeut stellt sich als "Anschauungsobjekt" zur Verfügung. Das erweitert die Möglichkeiten enorm.
Und für mich ist das auch sehr hilfreich. Ich beziehe Dinge sehr leicht auf mich, da hilft es mir gar nichts wenn ein Therapeut nur spiegelt. Dann bin ich so weit wie vorher. Ich hatte sowas schon in einer Analyse und hatte das Gefühl nur gegen eine Wand zu laufen.
Ich brauche ein reales, authentisches Gegenüber und ehrliche Antworten.
Ich hate z.B. mal das Gefühl dass ein früherer Therapeut in einer Stunde nicht so herzlich und aufmerksam war wie sonst. Und ich "schwamm". War das Einbildung, hatte es mit mir zu tun .... oder? Der Therapeut antwortete klar dass er müde sei und nannte einen kurzen Grund und ich konnte das einordnen. Mein Gefühl hatte mich nicht getrügt, aber es hatte nichts mit mir zu tun. Ich brauche genau das und nicht irgendwelches distanziertens "mhm" und "was macht das mit Ihnen".
Und ich habe einen Therapeuten der öfter schon mal Angst hatte, ich könnte etwas spüren und auf mich beziehen (das tun manche Patienten), und der das netterweise durch eine Erklärung verhindern wollte. Ich beziehe aber nicht alles auf mich. Und habe auch mal erzählt, dass ich schon bemerkt hatte, dass etwas nicht stimmt, und zwar bevor er mir die Tür geöffnet hat (durch die Schritte die ich gehört habe). Und dass ich daher auch klar wusste, dass es nichts mit mir zu tun hatte, denn es war ja vor meiner Ankunft da. Trotzdem ist sowas für mich ein wichtiges Thema, denn es beeinflusst ja alles. Ein Therapeut ist ein Mensch und streift seine privaten Probleme nicht an der Fußmatte seiner Praxis ab. Und bevor jetzt einer sagt, doch, das müsse ein professionell arbeitender Therapeut alles Zuhause lassen: das ist schlicht unmöglich, und das zu erwarten einfach bescheuert. Meiner hatte z.B. einen Todesfall in der Familie, mit vorangegangener schwerer Krankheit. Dass es diese Kategorie von schlimm ist um die es ging habe ich gespürt bevor er was dazu gesagt hat. Auf "bleiben Sie bei sich, was macht das mit Ihnen? Woran erinnert Sie mein Verhalten?" hätte ich also wahrheitsgemäß antworten müssen "ich kann heute nicht über mich sprechen, weil ich spüre, dass Sie gar nicht richtig anwesend sind. Es fühlt sich unpassend an. Ihr Verhalten erinnert mich an jemanden der einen Todesfall in der Familie hat." Zack, ins Schwarze getroffen, denn es war nicht etwa eine Übertragung sondern die Wahrnehmung einer Tatsache.
Ja, das sehe ich ähnlich – Wahrnehmung ist sehr unterschiedlich.Montana hat geschrieben: Do., 18.12.2025, 23:30 Wie Menschen körperliche Reaktionen bei anderen wahrnehmen ist sehr unterschiedlich. Es kann durchaus sein, dass diese Therapeutin da nicht gerade ein Naturtalent ist und bisher auch keine Veranlassung sieht, sowas zu üben. Als jemand der selbst sehr viel wahrnimmt fällt mir immer wieder auf, dass es andere nicht tun und total erstaunt sind, was ich über sie sagen kann, weil ich es gesehen habe.
Mir ging es aber weniger darum, nicht gesehen zu werden, sondern darum, dass auf meine Rückmeldung danach nicht eingegangen wurde.
Nicht gesehen zu werden kann passieren, nicht aufgefangen zu werden, nachdem man es benennt, war für mich der eigentliche Punkt.
Danke dir für die differenzierte Einordnung.Jenny Doe hat geschrieben: Fr., 19.12.2025, 07:22 Hallo sophie04
Ich hatte mal eine Therapeutin, die sich ähnlich verhalten hat. Ich beklagte während der Sitzung Symptome wie Schwindel. Sie reagierte darauf nicht, weil sie meinen Körpersymptomatik für eine Angststörung hielt. In meinem Fall fatal, weil der Schwindel bei mir kein Angstsymptom ist, sondern Symptom einer neurologischen Erkrankung, was ich jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste.Deshalb fühlt es sich für mich weniger wie ein Missverständnis an, sondern eher wie ein Passungsproblem.
Sie reagierte nicht auf meine Beschreibungen, weil sie glaubte so den "Teufelskreis der Angst" durchbrechen zu können. Sie glaubte, dass Reaktionen von ihr, meine Angst verstärken würden. Sie sozusagen „belohnen“ würden, im Sinne von „Mit Körperreaktionen kriege ich Aufmerksamkeit“.
Wie gesagt, in meinem Fall fatal, da ich keine Angststörung habe, sondern eine neurologische Erkrankung. Aber du berichtest von Panikzuständen, … Möglich WÄRE somit, dass sie nicht reagiert, weil sie hofft, durch „Ignorieren“ den Angstkreislauf durchbrechen zu können.
Es ist nicht immer leicht zu unterscheiden, wann sich Psychotherapeuten falsch verhalten und was bei ihnen Methode ist. Deshalb fällt es mir schwer dir zu sagen „Mach dies, mach jenes“.
Aber was du erwarten kannst ist, dass sie Dir zumindest Erklärungen liefert. Dir also erklärt, warum sie nicht reagiert.
Ich verstehe den Gedanken, dass Nicht-Reagieren auch Methode sein kann – und genau deshalb habe ich es ja angesprochen.
Für mich lag der Knackpunkt weniger im ursprünglichen Verhalten, sondern darin, dass es nach meiner Rückmeldung keine Erklärung, kein Einordnen und kein Auffangen gab.
Wenn ein Vorgehen Methode ist, kann ich damit umgehen – aber ich brauche, dass mir das transparent gemacht wird. Und genau das ist für mich nicht passiert.
Zuletzt geändert von sophie04 am Sa., 03.01.2026, 14:18, insgesamt 1-mal geändert.
Ja, genau das ist auch mein Gefühl.Montana hat geschrieben: Fr., 19.12.2025, 10:32Wobei eine Methode als solche halt auch grundsätzlich falsch sein kann.Jenny Doe hat geschrieben: Fr., 19.12.2025, 07:22 Es ist nicht immer leicht zu unterscheiden, wann sich Psychotherapeuten falsch verhalten und was bei ihnen Methode ist.
Und das was Patienten sagen einfach zu ignorieren gehört da eindeutig dazu. So geht man mit Menschen einfach nicht um.
Mir geht es weniger um die Frage, ob etwas Methode war, sondern darum, dass meine Rückmeldung danach nicht aufgegriffen wurde. Das hat sich für mich nicht stimmig angefühlt.
Danke für den Input. Die Fragen nach „Tut mir das gut?“ und „Hilft mir das?“ finde ich wichtig.Jenny Doe hat geschrieben: Fr., 19.12.2025, 12:38
Es ist zuweilen nicht einfach zu erahnen, was im Kopf eines Therapeuten vor sich geht.
Deshalb denke ich heute: Die wichtigste Frage ist: Tut mir das gut? Hilft mir das? Verbessern sich durch die Therapie meine Symptome?
Und gerade daran merke ich, dass mir diese Therapie im Moment nicht mehr hilft und sich meine Symptome dadurch eher verschlechtern.
Danke dir, das bringt ziemlich genau auf den Punkt, was ich meine.chrysokoll hat geschrieben: Fr., 19.12.2025, 13:00 Und ja, die zentrale Frage ist immer: Tut mir das alles gut, die Methode, die Vorgehensweise, die Art des Therapeuten?
Natürlich ist Therapie nicht immer einfach, aber darum geht es nicht. Nicht jede Methode ist für jeden geeignet und nicht jeder Therapeut ist für jeden Patienten geeignet. Manche sind auch einfach schlecht oder schlecht für die Art der Thematik.
Gerade diese Frage „Tut mir das gut?“ ist für mich inzwischen zentral – und aktuell merke ich, dass es das nicht mehr tut.
- Werbung
-
- Vergleichbare Themen
- Antworten
- Zugriffe
- Letzter Beitrag
Artikel und Leitfäden
PT-Forum
Online-Beratung
Kontaktaufnahme