War das eine Vergewaltigung?

Körperliche und seelische Gewalt ebenso wie die verschiedenen Formen von Gewalt (wie etwa der Gewalt gegen sich selbst (SvV) oder Missbrauchserfahrungen) sind in diesem Forumsbereich das Thema.
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Mirielle
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Beitrag Di., 23.10.2012, 18:14

Ja das ist leider normal. Er muss ja jetzt damit leben dass er ein Vergewaltiger ist, da redet er es sich schön damit er das halt nicht akzeptieren muss.

Ich versteh nicht wie deine Schwester das tun kann??? Sie will dich mit ihm auch noch konfrontieren?!

Sag ihr einen schönen Gruß von mir und wenn sie nicht fähig ist die Augen aufzumachen und zu sehen, was dir angetan worden ist (allein schon deine Verletzungen) dann soll sie die Klappe und sich raushalten und es nicht noch schlimmer machen!

Hast du darüber nachgedacht zu einem Gewaltschutzverein zu gehen? Dort musst du keine Angst haben dass man dir nicht glaubt und dir deinen Peiniger "vorsetzt". Dort gibt es Menschen mit denen du reden kannst, die dir zuhören und die umfassendes Wissen haben wie sie dir helfen können.
Da gibt es z.B. den Weißen Ring, dort kannst du auch erstmal nur anrufen unter 116 006 (kostenlos)
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"Die größte Macht hat wohl das richtige Wort zur richtigen Zeit..."
Mark Twain

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swiss
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Beitrag Di., 23.10.2012, 18:34

Aber er muss doch wissen was er gemacht hat, anstatt er sich entschuldigt würde zwar auch nichts ändern aber trotzdem
Aber jetzt so zu tun und meiner schwester einreden das alles einvernämlich gewessen wäre ist einfach nur erbärmlich

was genau ist das für ein gewaltschutzverein also was wird da alles gemacht

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Mirielle
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Beiträge: 629

Beitrag Di., 23.10.2012, 19:30

Diese Frage kann ich dir leider nicht beantworten. Und ja, es ist erbärmlich, da hast du absolut recht!

Schau mal hier https://www.weisser-ring.de/
Dort arbeitet geschultes Personal welche sich mit dem, was du gerade durchlebst auskennen und die dir psychologisch, menschlich und auch rechtlich beistehen können. Ich legs dir wirklich ans Herz dorthin anzurufen oder hinzugehen...
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sadmaso67
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Beitrag Mi., 24.10.2012, 06:36

swiss hat geschrieben:Aber er muss doch wissen was er gemacht hat, anstatt er sich entschuldigt würde zwar auch nichts ändern aber trotzdem
....
Doch, der Täter weiß genau was er tat, doch er redet es sich schön, beginnt sogar eines Tages selber an das zu glauben, was er sich, seinem Umfeld erzählt:
Das war ja alles nicht so, sie wollte ja usw.

Therapeuten, Profis nennen das "Typisches Täterverhalten".

Und deswegen ist es umso wichtiger jetzt zu handeln, zu dokumentieren und dir einen Schutz aufzubauen,
denn die nächste Stufe kann (muß nicht sein, aber kann sein) daß der Täter das alles verkehrt und dich zum Schuldigen erklärt.

Deswegen ist es auch jetzt schon wichtig, in vertrauensvolle Hände zu begeben (da wurden dir schon Stellen genannt), die dich nicht nur darauf vorbereiten, was da noch folgen kann, sondern auch begleiten.


Gerade dieses "Nicht Schuldeingeständnis" kann einen durchaus zu einr Ohnmacht gegenüber den Täter bringen.

Profis kennen das, wie man sich fühlt, wenn Täter so aggieren,
und Profis helfen dir da.
Und je früher du diesen Weg gehst, desto weniger schmerzhaft wird das, was da noch kommt

Ich denke, daß wir, die derartiges erfahren haben, allesamt ähnliche Erfahrungen gemacht haben, und daher nur den Tipp geben können, von Anfang an mit LEuten zusammen zu arbeiten, die ihr Handwerk verstehen - und das sind nunmal nicht Freunde, Familie, oder Ähnliche.
Die können dir bestenfalls helfen, wieder "Normalität, Stabilität" in dein Leben zu bringen - sie können aber nicht auffangen, was dir geschah.

Du wirst; ähnlich wie es dir mit der Schwester erging, mehrfach auf solche Situationen stoßen, ja vlt. sogar ganz konträre Reaktionen erfahren - das ist leider das Unverständnis der Leute,
und als Betroffener kann ich dir nur noch einmal raten: Wende dich an einen Profi.

Und was deine Schwester betrifft; die den ja Jahre kennt, die weiß, die denkt....
Du siehst einem Täter nicht an, daß er Täter ist.
Es kann dein Nachbar sein, dein bester Freund, ein Mensch, der dir am Nächsten steht - Es kann jeder sein; auch der, von dem man glaubt, ihn zu kennen (ihm soetwas niemals zu zutrauen)

Auch hier kann ich dir den Tipp geben: Stell die Schwester zur Rede
Sie soll diese Interventionen aufhören/gar nicht erst anfangen.
Gerade zum jetztigen Zeitpunkt wissen die Leute - auch wenn es gut gemeint ist- nicht, was sie eigentlich lostreten;
insbesondere wenn das so geschieht, sich mal die andere Seite anzuhören/darüber einfach mal zu reden (und sich letztendlich einlullen zu lassen)
Ein Freund ist jemand, der Dein Lächeln sieht, und dennoch erkennt, dass Deine Seele weint...

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Annemarie
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Beitrag Mi., 24.10.2012, 13:51

@swiss, bitte um Rückmeldung per PM. Bis dahin bleibt dieser Thread geschlossen - weitere werden entfernt.

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