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Mo., 07.09.2015, 13:18
@ Diskussion um die Aufnahmebereitschaft der US
Schon mal daran gedacht, dass in die US lateinamerkanische Flüchtlinge in großen Zahlen einwandern, welches ähnliche oder höher dimensionale Konstellationen aufwirft wie die ungarische EU-Grenze?
(Die Eu hat noch nie offizielle lateinamerikanische Flüchtlinge von den US übernommen.)
Ingesamt ist die US ohne Frage von ihrer Geschichte her bunter als Deutschland, allerdings gibt es in ihr (wie mehr als bekannt) ebenfalls schlimme rassistische Strömungen etc., wogegen allerdings auch wiederum andere Bevölkerungsteile entgegenhalten.
Auch die Bootsflüchtlinge von Kuba gingen hauptsächlich in die US. Wäre die Frage, ob es da je offizielle Kontigentübernahmen von Deutschland gab, oder ob das nur auf freiwilliger Basis lief.
Leider aber sind die US in ihrer Grenzpolitik zu Lateinamerika (Grenze von Mexiko) sehr scharf aufgestellt. Es gibt dort eine extrem hohe Mauer, gruselig, und auch Schüsse auf Flüchtlinge.
Dies ist ebenso international von Bürgerrechtsaktivsiten schon viel kritisiert worden.
Auch haben die US seit einiger Zeit bekannterweise grössere wirtschaftliche Probleme, währenddessen sich Deutschland wirtschaftlich gut aufgestellt hat und von den Sozialstandards im Vergleich zu anderen Ländern viel leistet.
Dass dies möglich ist, basiert bekannterweise auch auf Billigproduktion in anderen Ländern. Insofern schuldet die deutsche Bevölkerung schon mindestens deshalb etwas den Flüchtlingen aus dem Osten und dem Süden.
Und man denke auch mal daran, dass es Obama nicht gelungen ist, ein flächendeckendes Gesundheitsversicherungssystem einzuführen.
Dennoch darf man nicht vergessen, dass es eine Sache ist, wenn ein Land sich bereit erklärt, ein bestimmtes Kontigent an Syrienflüchtlingen aufzunehmen, eine andere Sache ist es, dass Syrienflüchtlinge, die hier Asyl bekommen, selbst individuelle Visen für die US beantragen können.
Da es sich zu großen Teilen um syrische Mittelschichtler zu handeln scheint, dürfte es nicht unwahrscheinlich sein, dass dies geschieht. Nicht zuletzt sind England, Kanada und die US (als auch Irland) die Länder, deren Sprache viele der Flüchtlinge bereits beherrschen und deswegen dürfte eine Perspektive dorthin für sie durchaus attraktiv sein.
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pandas am Mo., 07.09.2015, 13:23, insgesamt 1-mal geändert.
"Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." Kierkegaard