Ein Nichts in sich

Fragen und Erfahrungsaustausch zu Persönlichkeitsstörungen und Schizophrenie, Bipolaren Störungen ('Manisch-Depressives Krankheitsbild'), Wahrnehmungsstörungen wie zB. Dissoziationen, MPS, Grenzbereichen wie Borderline, etc.
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SH23
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Ein Nichts in sich

Beitrag Mi., 10.12.2025, 09:35

Hallo zusammen,
bin ganz neu hier, hab einfach nicht mehr gewusst was ich tun soll, da ich keine Termine mehr bei Psychologen bekomme und auch der Klinikaufenthalt nur daraus bestand, mich damit fertig zu machen, dass es nichts gibt was man behandeln könnte und mein Verhalten aufgesetzt wäre..liest sich im Entlassbrief als fassadär.

Seit kurzem bin ich getrennt von meinem Partner, er hat die Trennung gewollt. Ich habe zwei Jahre lang den Eindruck gehabt, er spielt mir absichtlich meine letzte Beziehung vor ( Ablauf war sehr gleich, Situationen ähnlich, Verhalten gespiegelt von mir von damals etc. ). Der Ex davor wohnt unweit davon..daher hab ich es mit der Angst zu tun bekommen, das das alles inszeniert wurde um mich für mein Verhalten zu bestrafen.
Er meinte auch mal, ich müsse durch das nadelöhr mit meinem Ex noch durch.

Die Angst das er mich verlassen wird wurde also im lauf der Zeit aufgrund der gezeigten Situationen immer größer und am Ende kam es dann dazu. Der Druck und die Last sind mit einem Mal abgefallen als ich ihm gesagt habe, dass ich verarscht wurde. Und er meinte dann, ich solle mir überlegen warum das so ist.

Das hab ich! Mein gesamtes Umfeld hat mich fallen gelassen…Man meint, ich wäre ein Mensch ohne jegliches Gefühl…wäre nur mit anderen identifiziert bzw könne nur dann wirklich fühlen. Man macht sich lustig über mich, spricht mit mir wie mit einer bescheuerten und spiegelt mich bei Unterhaltung in übertriebener Form.

Ich muss aber wirklich sagen…dass ich seit der Trennung nicht mehr viel spüre 😢 das macht mich unsagbar fertig. Ich fühle mich nicht instabil oder leer, aber Gefühle sind nur noch sehr schwach da. Erschrecken z.b. tu ich schon noch, aber das ist alles nicht mehr so intensiv wie es mal war.

Niemand will mir sagen, was genau dahinter steckt..niemand will mich therapieren..aber der Verlust meines Partners ist für mich so schlimm 😭 und ich möchte kein Monster sein..ist das Narzissmus? Oder psychopathie? Es ist alles einfach nur noch schrecklich. Bin so allein und dazu verdonnert..seh keinen Sinn mehr in allem.

Sorry, das es so lang geworden ist.
VG

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Beitrag Mi., 10.12.2025, 19:41

Hallo!
SH23 hat geschrieben: Mi., 10.12.2025, 09:35 .aber der Verlust meines Partners ist für mich so schlimm 😭
Ich glaube, das ist gerade erst mal das Hauptproblem, dass du deinen Partner verloren hast. Das ist wirklich schlimm und ich denke, viele können nachvollziehen, wie schrecklich man sich da fühlt. Wieso solltest du ein Monster sein?
Vielleicht kann du im Alltag irgendetwas machen, um dich etwas abzulenken, um mal wenigstens kurz auf andere Gedanken zu kommen oder sonst irgend etwas, was gerade gut für dich wäre?
SH23 hat geschrieben: Mi., 10.12.2025, 09:35 Ich habe zwei Jahre lang den Eindruck gehabt, er spielt mir absichtlich meine letzte Beziehung vor
Also das finde ich ehrlich gesagt schon sehr unrealistisch (klingt für mich eher etwas so, als ob du da was reininterpretierst, was so nicht ganz der Realität entspricht)

Dann habe ich das gelesen:
SH23 hat geschrieben: Mi., 10.12.2025, 09:35 das das alles inszeniert wurde um mich für mein Verhalten zu bestrafen.
Und ich denke, dass entspricht nicht der Realität. Zumindest habe ich es so verstanden, dass du denkst, dein Ex-Freund hat dann die andere Beziehung 2 Jahre inszeniert, um dich zu betrafen. Das hört sich absolut unrealistich an (oder ich habe es falsch verstanden?)
SH23 hat geschrieben: Mi., 10.12.2025, 09:35 Niemand will mir sagen, was genau dahinter steckt..ni
Vermutlich weil nichts dahintersteckt.
Und ansonsten, was in Arztbriefen steht, muss ja nicht immer stimmen. In Deutschland hat man immer die Möglichkeit eine Zweitmeinung von einem anderen Arzt einzuholnn, wenn Zweifel bestehen.
SH23 hat geschrieben: Mi., 10.12.2025, 09:35 Man meint, ich wäre ein Mensch ohne jegliches Gefühl…wäre nur mit anderen identifiziert bzw könne nur dann wirklich fühlen
Was soll das bedeuten? Gerade fühlst du doch sehr viel.
SH23 hat geschrieben: Mi., 10.12.2025, 09:35 Man macht sich lustig über mich, spricht mit mir wie mit einer bescheuerten und spiegelt mich bei Unterhaltung in übertriebener Form.
Das hört sich jetzt eher so an als ob mit deinem Umfeld etwas nicht stimmt, wenn deine Wahrnehnung da stimmt. Also wenn dein Umfeld nicht gut für dich ist, ist es danm nicht besser, wenn man sich von ihm löst?

Gab es denn mal eine Zeit, wo du dich mit diesem Umfeld richtig wohl gefühlt hast?

Standen im Entlassbrief also keine Diagnosen?
Wie lange hast du eigentlich Psychotherapie gemacht? Da muss es zumindest Diagnosen geben haben?

Vllt etwas viele Fragen, musst,du natürlich nicht beantworten, wenn du nicht möchtest.

VG
"You cannot find peace by avoiding life."
Virginia Woolf

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