Hey ihr lieben,
ich habe eine Herzensangelegeneheit. Ich leide seit meiner Kindheit an Zwängen, da ich früher gemobbt wurde, weil ich schon immer Personen für mich alleine haben wollte. Ich konnte jedoch mittlerweile Zwangshandlungen und Neutralisieren im Kopf zu 99% ablegen. Dennoch habe ich Angst vor Gedanken und auch wenn ich nur harmloses denke stresst mich dies und kann mich *terrorisieren*. Generell gebe ich meinen Gedanken zu viel Bedeutung und sehe sie als wahr. Als Person mit einer Zwangserkrankung fällt es mir schwer für mich herauszufinden welche wirklich wichtig sind und welche ich als bloßen Blödsinn ignorieren kann.Die klassische Expositionstherapie hilft bei mir nicht, denn meine Angst ist, Momente nicht voll wahrnehmen zu können. Ich schaue mir bsp. ein Bild an, dass mir wichtig ist, denke an irgendwas und damit ist die Angst wahrgeworden, da ich mir ja das Bild ansehen wollte und fühlen will was natürlich kommt im Kopf und im Herzen. Auch wenn es ein harmloser Gedanke war und ich ja trotzdem das Bild sehe- aber ich komme dadurch nicht zu Gedanken und Gefühlen die sonst gekommen wären- es blockiert etwas Wichtiges in mir.
Wenn ich klar die Schutzfunktion eines Zwanges erkennen kann gehe ich in die Gefühle. Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass dies zwar tröstend für mich ist, allerdings nichts an den Zwängen oder dem System in meinem Kopf ändert.
Ich bin auch ein Mensch der gerne kontrolliert, alles im Außen und auch meine Innenwelt. Ich pfusche damit in mir herum, was ja manchmal auch wichtig ist- aber ich übertreibe das und komme dann in irgendwelche Grübeleien hinein auf der Suche nach der Wahrheit des Gedankens. Das alles führt zu Stress und Angst in mir und dem Gefühl Heilung zu blockieren.
Ich leide auch einfach unter der Ambivalenz des Lebens und kann Gefühle schlecht aushalten. Ich bin Borderlinerin und sehr impulsiv. Ich finde es schwer einen Leitfaden für mich zu finden, da für einen selbst eine Handlung immer in irgendeine Richtung argumentierbar ist und wir uns oft genug was vormachen, was bin dann ich?
Auch ist mein lebenslanges Thema ob ich ein guter oder schlechter Mensch bin- für beides habe ich *Beweise*. Ich kann mich bsp. sehr gut kümmern (Kontrolle sinnvoll nutzen), ich bin hilfsbereit und habe schon einen inneren Kompass für richtig und falsch. Auf der anderen Seite kann ich Menschen gut manipulieren und fühle oft keine Reue oder Empathie. Wenn ich jmd. treffe will ich Nähe und die Person an mich binden, egal ob das jmd. ist den ich wirklich will, ich idealisiere die Person und dann beginnt ein emotionales Chaos. Das ist etwas wo ich weiss, dass ich arbeiten muss aber wie soll sich das bessern, wenn mein Selbstwert ständig unter Zwängen, Angst und Druck leidet.
Ich habe schon grosse Fortschritte gemacht aber ich möchte zu Frieden und Ruhe in mir finden, denn ich bin clever genug dass ich weiß, dass unter dauerndem inneren Stress das Leben leidet und ich so viel mehr sein könnte. Auch macht das Leben keinen Halt und ich bin konfrontiert damit Entscheidungen zu treffen und zu wissen wie ich zu etwas/jemandem stehe. Das ändert sich in mir aber regelmäßig und ich fühle mich dadurch innerlich zerrissen, unfähig und es macht mich traurig.
Ich habe es lange genug mit klassischer Therapie (Psychotherapie, Körpertherapie) sowie Meditation/Achtsamkeit probiert und möchte mich hier erkundigen, ob jemand von euch mit einer ähnlicher Geschichte mit anderen Behandlungsmethoden wirklich zur Ruhe gefunden hat.
danke euch!
Zwangserkrankung, Angst, Kontrolle
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kleine Wolke
- neu an Bo(a)rd!

, 25 - Beiträge: 3
Hi V__W,
du hattest erwähnt, dass du es schon lange mit Psychotherapie (und anderen Ansätzen) probiert hast.
Hast du innerhalb von Psychotherapie auch unterschiedliche Verfahren ausprobiert? Es klingt so, als hättest du kognitive Verhaltenstherapie schon hinter dir, aber wie sieht es mit psychodynamischen Ansätzen aus, also tiefenpsychologisch-fundiert oder Psychoanalyse? Klar gibt es auch unter den einzelnen Personen teils große Unterschiede, wie die Therapie aussieht, aber manchmal kann ein anderes Verfahren einem nochmal einen ganz anderen Blickwinkel ermöglichen.
Manchen hilft vielleicht auch eine begleitende Medikation, ein Klinikaufenthalt oder eine Selbsthilfegruppe, dazu kann ich allerdings nichts sagen.
Alles Gute dir.
du hattest erwähnt, dass du es schon lange mit Psychotherapie (und anderen Ansätzen) probiert hast.
Hast du innerhalb von Psychotherapie auch unterschiedliche Verfahren ausprobiert? Es klingt so, als hättest du kognitive Verhaltenstherapie schon hinter dir, aber wie sieht es mit psychodynamischen Ansätzen aus, also tiefenpsychologisch-fundiert oder Psychoanalyse? Klar gibt es auch unter den einzelnen Personen teils große Unterschiede, wie die Therapie aussieht, aber manchmal kann ein anderes Verfahren einem nochmal einen ganz anderen Blickwinkel ermöglichen.
Manchen hilft vielleicht auch eine begleitende Medikation, ein Klinikaufenthalt oder eine Selbsthilfegruppe, dazu kann ich allerdings nichts sagen.
Alles Gute dir.
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