Depression/Burnout/Angststörung/Panik/ED/...

Leiden Sie unter Depressionen, wiederkehrenden depressiven Phasen oder anderen Stimmungsschwankungen, ermöglicht dieser Forumsbereich den Austausch Ihrer Fragen, Tips und Erfahrungen.
Antworten
Benutzeravatar

Thread-EröffnerIn
Leo21
neu an Bo(a)rd!
neu an Bo(a)rd!
männlich/male, 49
Beiträge: 3

Depression/Burnout/Angststörung/Panik/ED/...

Beitrag Di., 31.03.2026, 20:36

Hallo,
freut mich hier zu sein. ich suche schon lange zusätzlich zur Therapie meine Gedanken loszuwerden.
Mit Freunden ist es oft schwer, tw. verstehen sie es nicht, bzw kann man es auch schwer verstehen, wenn mans nicht erlebt hat, und manche Dinge sind auch vielen unangenehm zu besprechen.
Ich bin männlich, aber mit Männern ist das ganze noch schwieriger zu besprechen die meisten spielen ja immer den super coolen typen, gottseidank habe ich auch einige weibliche freundinnen, mit denen es schon leichter fällt....

Generell mal mein Zustand kurz zusammengefasst: wahrscheinlich laboriere ich seit über 20 JAhren mit all diesen Dingen mehr oder weeniger herum. Meistens meinte ich beim Arzt nur, ich bin komplett müde: daraufhin machte ich im Laufe der Jahre ale möglichen Unteruchungen, alle ohne Erfolg. Hatte damals aber auch schon einmal eine Panikattacke, wozu ich die Rettung rief. Damals hatte ich ersten Kontakt damit.
So vergingen die Jahre und schleichend verschlechterte sich alles, aber immer nur so, dass es nicht besonders auffiel.
Als "Beginn" des massiven Problems sehe ich den Punkt vor ca. 3,5 Jahren, als es mir plötzlich zu schwer wurde Zähne zu putzen, Hygenie zu halten, Wohnung saucber zu halten usw..... ich schaffte nur mehr das notwendigste....
Da ist der Kopf wirklich hinterhältig: bin selbstständig, weshalb richtige Auszeit nicht möglich war, aber machte soviel, dass es irgendwie weiterging.... wirtschaftlich gehts natürlich auch nur bergab, weil gut bin ich in Arbeit auch nicht. Da kam dann der Kampf mit Konkurs dazu...,, was auch alles nicht leichter macht....
Hatte damals auch schon Psychologin kontaktiert, und viele verschiedene Medikamente durchprobiert....
Nach Jahren hatte dann einer die Idee ein Blutbild zu machen und einen DNA Test, wo man erkannte, dass ich einen ultra schnellen Metabolismus habe und dadurch viele MEdikamente schneller abbaue, als sie wirken können..... das ist natürlich nicht gerade von Vorteil....
Meine derzeitige Ärztin ist da "mutiger": ich nehme im Moment 2 Medikament und davon jeweils die doppelte erlaubte Höchstdosis, damit die Werte im Blut einigermassen im Wirkbereich sind.....
Dadurch merke ich erstmalig leichte BEsserung und hoffe das Ruder noch mal herumzureissen.....
Als selbstständiger aber echt schwer, mit 60h arbeitswoche. Und den Rest der Zeit liege ich regungslos im Bett.
Zusätzlich kam durch die Überarbeitung und Burnout auch etwas soziale Vereinsamung dazu, Beziehung scheiterte und schleichend auch Libidoverlust, was zu Beginn gar nicht so auffiel.
Mittlerweile wurde allerdings auch festgestellt, dass mein Testosteron extrem niedrig ist, weshalb ich spritzen bekomme.... vielleicht helfen auch die etwas gegen Depression.
Aber funktionieren tut in meinem Körper noch gar nichts.
Vieles ist damit ja verbunden: durch Burnout, Beziehung verloren, dann noch mehr gearbeitet, mit Problemen fehlt aber jetzt eine Ansprechperson, um Sorgen zu teilen, bzw auch um Nähe zu spüren, bzw einfach nur etwas zu kuscheln......

So. Das war mal ein Beginn und grob zusammengefasst, wies mir geht.
Spezielle Frage habe ich eigentlich Momentan gar nicht, war nur Mal eine Vorstellung und ich lese interessiert hinein.....
lg

Werbung

Benutzeravatar

Reverie
Forums-Insider
Forums-Insider
weiblich/female, 38
Beiträge: 193

Beitrag Do., 02.04.2026, 22:15

Hallo Leo,

ich finde Deinen Beitrag sehr mutig und bin beeindruckt, wie ehrlich und reflektiert Du Deine Situation beschreibst. Es erfordert viel mehr Mut, sich zu öffnen, als sich cool hinter einer Maske zu verstecken.

Das, was Du schreibst, klingt alles sehr schwer und langwierig. Es tut mir leid, dass du so viel Verzweiflung und Einsamkeit durchmachen musstest. Aber es klingt auch nach dem Beginn eines neuen Weges, mit der Ärztin und den neuen Ansätzen. Ich mache auch die Erfahrung, dass vieles vom Umfeld nur schwer nachvollzogen wird. Das ist oft sehr isolierend und daher ungemein befreiend, sich alles von der Seele zu schreiben. Es hilft, Ordnung in die Gedanken zu bringen und die eigenen Gefühle besser zu verstehen.

Liebe Grüße
Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib acht,
ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist. Novalis

Benutzeravatar

Thread-EröffnerIn
Leo21
neu an Bo(a)rd!
neu an Bo(a)rd!
männlich/male, 49
Beiträge: 3

Beitrag Fr., 03.04.2026, 01:00

Danke für deine Antwort!
Ja, war mein größtes Problem soviele Jahre zu glauben, dass eh alles in Ordnung ist, bzw. auch von Ärzten in die Richtung gedrängt wurde, auch weil ich nicht der Typ bin offen alles auszusprechen…. Zusätzlich fühlte ich mich beim Arzt ja immer etwas besser….

Der Chat hier ist jetzt ein weiterer Schritt… mache lange genugvtherapie, usw., aber merke auch,
Wenn ich Vorallems Nacht Sorgen habe, dass mir schreiben hilft.,..
Und wo, wenn nicht hier?
Freunde verstehen es einfach absolut nicht…, was ich auch verstehen kann…., ich versteh ja vieles an mir selbst nicht.,geht nur, wenn Mans selbst erlebt hat…,
Zb Panikattacke schwer zu beschreiben, bzw. Zu erklären, warum man die einfachsten Dinge nicht schafft,,,,,

Gäbe noch viele Dinge, die ich irgendwann loswerden muss…., tw. Bei Freunden probiert…., aber es gibt auch so viele Peinliche Dinge, die ich kaum erzählen kann,,,,,
Genauso schwer dann aber auch zu unterscheiden, was man in ein Forum schreiben kann, ohne anderen zu nahe zu treten.,..
Hatte zb vor kurzem Unterhaltung in einem Chat mit einer Frau mit ähnlichen Problemen geführt…, mich wirklich 3h gut unterhalten, aber dann durch die Euphorie und Anonymität etwas zu privates angesprochen. Im Nachhinein bereue ich es und verstehe, dass es anderen unangenehm sein kann…. Aber in diesem Moment war ich einfach komplett blind und nurvfroh, alles zu erzählen….
Aber dachte andererseits, wo kann man privates anonym besser besprechen, als in anonymen Chat,,,,,


Alles schwierig….
Gäbe viel zu viel aufzuarbeiten, was ich bis jetzt ignoriert habe….

Das wars mal wieder für jetzt….



=..........
Zuletzt geändert von Pauline am Fr., 03.04.2026, 05:04, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bitte keine Komplettzitate - siehe Netiquette- verwenden. Danke.

Benutzeravatar

Thread-EröffnerIn
Leo21
neu an Bo(a)rd!
neu an Bo(a)rd!
männlich/male, 49
Beiträge: 3

Beitrag Fr., 03.04.2026, 02:59

Zusätzlich packe ich hier weiteren Aspekt hinein, der zwar eher ins Thema Sexualität passt, aber denke auch hier,,da hier die gesamte Geschichte steht.
Aber alles ohne wem zu nahe zu treten…
Will allerdings niemanden zu nahe treten, bzw. Dinge erläutern, die anderen unangenehm sein könnten….
Aber hier ist ja ein Forum für Probleme.
Ungefähr kann man sich ja mein Problem vorstellen,… mit Freunden darüber ist schwer,,da man ja eigentlich alle cool und stark sind.
Aber genauso mit Freundinnen mit denen ich viel besprechen kann, ist ihnen das Thema unangenehm,,,,
Trotzdem würde ich gerne paar Sachen von der Seele schreiben,
Falls wer ähnliche Erfahrungen hat, bzw. darüber reden mag - gerne. Zb hätte ich auch gerne eine weibliche Sichtweise, da durch das Problem
Meine Komplexe ja nur verstärkt werden…. Und es auch hier Erlebnisse zu besprechen gäbe….
Anscheinend gibts hier ja auch Möglichkeit des Chats oder privater Nachrichten,,,,,
Also falls sich wer darüber austauschen will….. gerne

Werbung

Benutzeravatar

Reverie
Forums-Insider
Forums-Insider
weiblich/female, 38
Beiträge: 193

Beitrag Fr., 03.04.2026, 12:35

Panik und das Unverständnis anderer zu erleben, ist enorm belastend. Wie könnte es auch von jemandem verstanden werden, der nicht erlebt hat, dass man bei einer Attacke eben nicht einfach mal tief durchatmen kann.

Es ist auch völlig in Ordnung, gerade nicht alles zu schaffen. Das Ziel ist nicht, dass sofort alles rundläuft, sondern den Druck rauszunehmen. Es ist ein großer Fortschritt, Deine Probleme nicht mehr in Dich hineinzufressen, sondern sie aktiv anzugehen. Du machst das genau richtig, indem du alle Möglichkeiten ausschöpfst.

Ich denke, viele Menschen tragen Dinge mit sich herum, die sie peinlich finden. Und oft genug ist es so, dass sie nicht selbst dafür die Verantwortung tragen. Du bist damit absolut nicht allein, und es ist völlig verständlich, dass es schwerfällt, darüber zu sprechen. Vielleicht kannst Du vieles erst einmal für Dich aufschreiben, das hilft Dir auch, die Dinge selbst akzeptieren zu können, die Dir peinlich sind.
Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib acht,
ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist. Novalis

Werbung

Antworten
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag